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Tarot-Kartenlegen
lernen!
Das erlernen des
Tarot legen, ist nicht besonders schwer, was allerdings sehr
mühsam ist, ist das deuten der Karten, ohne Hilfsmittel wie das
Deutungsbuch... man hat einiges auswendig zu lernen, möchte man
seinem Gegenüber tiefgehende Antworten und erleuterungen geben!
Nach einer gewissen Zeit, hat man ganz schnell heraus, wofür die
Karten: Stäbe; Schwerter; Kelche; Münzen; stehen und welche
Bedeutung diese im Einzelnen haben, - dann wieder nach einer
gewissen Zeit kann man auch sagen, wofür z. B. die Liebenden
stehen, und welche Aussage diese genau hat. Dies sind dann
Karten, die man oft gezogen hat, oder für dessen Bedeutung man
sich stark interessiert, dass man sie ggf. als Tageskarte sogar
bei sich trägt usw... aber dann weiß man noch lange nicht, die
ganzen Aussagen der anderen Karten... leider...
Dies ist aber
überhaupt kein Untergang, denn ich z.B. benutzte auch noch oft
das Buch, wenn ich es nicht mit habe, und mich dann jemand betet,
ihm die Karten zu legen, kann ich ihm zwar schon eine genaue
Antwort darauf geben, aber ins Detail geht es eben doch nur mit
dem Buch, oder man ist so geübt, dass es von alleine kommt, oder
man lernt es auswendig.
Also nicht verzagen,
es kommt alles mit der Zeit und alles zum richtigen Zeitpunkt.
Denn meistens ist es
bei den Hexen und Esoterikerin so, dass es immer wieder
Lernphasen gibt, wo man sich reinstürzt ins lernen und
erforschen des Lebens, des Universums und der Esoterik, sondern
es gibt auch Phasen, wo man nichts tut, es ist leer und ruhig in
einem und nicht richtig empfänglich für Übernatürliches. -
Alles ganz normal!
Aus diesem Grund sind
die Kurse hier nicht Zeitbegrenzt und stehen zuweilen bis ein
Jahr hier drin, bis es eine Erweiterung dessen gibt, oder einen
neuen Orakel Kurs.
Vorweg sollte ich
euch erst einmal mit den Karten vertraut machen. Ihr könnt diese
hier ausdrücken, wenn ihr wollt, oder aber auch euch welche
Kaufen. Empfehlen kann ich die Rider-Waite-Tarot-Karten
empfehlen, diese haben eine neue Nummerierung aber ebenso könnt
ihr euch die Karten von Marseille oder die Crowley-Tarot Karten
in der traditionellen Nummerierung holen, dass ist ganz gleich.
Ausser das gewöhnliche Kartenspiel, - dazu bedarf es einer
anderen Form der Deutung.
Am besten ist, ihr
geht in ein Buchgeschäft und lasst euch vor allem Zeit mit dem
Aussuchen des Buches!!! Vor Jahren hatte ich ein Buch, den Titel
leider vergessen und auch die Waite-Tarot Karten, und konnte
damit überhaupt nichts anfangen, ich verschenkte sie. Dann nach
ein paar Jahren fand ich das Buch von Hajo Banzhaf mit den selben
Karten, und es war wie für mich geschaffen. Was ich damit sagen
möchte ist, lasst euch Zeit, auch wenn ihr erst diese Karten
ausdrucken lasst und mit diesen Texten hier arbeitet, ist das
auch o.k. irgendwann, seht ihr das Deutungsbuch mit Karten und
wisst, DAS ist es!
Die meist
gestellten Fragen im Bezug auf Tarotkartenlegung:
Ist die Aussage der
Karten falsch, nur weil sie spontan mit der rechten Hand gezogen
wurden?
Nein. Beim Tarot ist der Zufall oder die Spontaneität immer
wichtiger als die Regel. Wer also spontan gegen die Regeln
verstößt, macht dadurch nichts falsch.
Darf man sich die Karten auch von anderen ziehen lassen?
Ja. Wenn jemand innerlich sehr angespannt ist oder zu feste
Erwartungen im Zusammenhang mit der Frage hat, ist es sogar
günstiger, wenn er sich die Karten von einem ihm sympathischen
Menschen ziehen, legen und deuten lässt.
Wieso können uns die Karten eine bedeutsame Antwort geben?
Dieses Phänomen lässt sich sicherlich nicht hinreichend
erklären. Aber es gibt über das im Artikel »Zufall und
Zufallsorakel« Gesagte hinaus, zwei interessante Überlegungen:
1. Das Unbewusste hat ein anderes Verhältnis zu Raum und Zeit
als unser Bewusstes und ist dadurch in der Lage, über den
Tellerrand der Gegenwart hinauszuschauen, wie es fast jeder schon
an Zukunftsträumen und eigenem Vorauswissen erlebt hat. So wie
die Sprache des Bewussten aus Worten besteht, spricht das
Unbewusste durch Bilder. Die Tarotkarten lassen sich als Alphabet
dieser Bildersprache unserer Seele verstehen, mit denen das
Unbewusste ausdrückt, wie es die Frageangelegenheit sieht.
Alles, was das Bewusste tun muss, ist, die Sprachen des
Unbewussten zu lernen, um zu verstehen, was da gesagt wird.
2. Der zweiten Überlegung liegt der Begriff der Zeitgleichheit
zugrunde, der Synchronizität, wie C.G. Jung dieses Phänomen
nannte. Wir sind es gewohnt, die Zeit in Quantitäten zu messen.
Es gibt aber auch eine Qualität der Zeit, an die sich unsere
Sprache noch erinnert, wenn sie vom richtigen Augenblick spricht.
Aus dieser Sicht hat jeder Augenblick seine eigenen Merkmale, die
sich in gleicher Weise auf verschiedensten Ebenen zeigen.
Makrokosmisch in planetaren Konstellationen, mikrokosmisch in
atomaren Bewegungen, und dazwischen auf vielen anderen Stufen, zu
denen Tarot ebenso wie das I Ging und andere Orakelmethoden
gehören.
Da in einer ganzheitlichen Sicht der Welt Frage und Antwort eine
Einheit bilden, liegt im Zeitpunkt der Frage auch die Antwort.
Gelingt es also, die Qualität eines bestimmten Augenblicks zu
erkennen, lässt sich daraus auch die Antwort ablesen. Deshalb
ist es wenig bedeutsam, welches Orakel man wählt oder welche
Tarotkarten. Wichtig ist vor allem, dass der Deuter die Sprache
des jeweiligen Orakels versteht.
Gibt es eine geheime, aber wirklich wahre, letzte und objektive
Bedeutung der Karten?
Nein. Es gibt nur subjektive Auslegungen. Deshalb finden sich
recht unterschiedliche zum Teil sogar höchst widersprüchliche
Aussagen in den Büchern und Deutungen verschiedener, durchaus
kompetenter Experten. Der Grund liegt zum einen darin, dass Tarot
keine Geheimsprache ist, die irgendwann von einem Weisen oder
einer Gruppe von Eingeweihten ausgedacht wurde und deren Code man
nur knacken müsste (siehe dazu den Artikel »Illustrationen und
Tarotsymbolik«. Vielmehr handelt es sich insbesondere bei
den Karten der Großen Arkana um archetypische Symbole,
die der Bildersprache unserer Seele entsprechen und entstammen.
Dementsprechend findet sich der Schlüssel dazu weit weniger in
der Geheimnistuerei mancher okkulter Kreise als vielmehr in der
Tiefenpsychologie C.G. Jungs. Ein Symbol aber ist seiner Natur
nach niemals eindeutig noch kann es je in seiner ganzen Tiefe
verstanden werden. Insofern können auch unterschiedlichste
Deutungen zutreffend sein, da sie jeweils einen anderen Aspekt
des Ganzen beleuchten.
Wieso zieht ein Mensch die »richtigen« Karten, ohne sie
überhaupt zu kennen und zu wissen, was sie bedeuten oder welche
Legemethode der Deuter benutzen wird?
Die Grundregel lautet: »Der Fragende spielt immer das Spiel des
Deuters.« Auf der unbewussten Ebene scheinen wir weit mehr
miteinander verbunden zu sein, als es der äußere Eindruck
vermuten lässt, wodurch so etwas wie eine Einheit zwischen
beiden Beteiligten entsteht, dank derer der Fragende die
richtigen Karten für den jeweiligen Deuter zieht. Insofern ist
es auch unergiebig, eine Deutung von einem anderen Kartenkundigen
»begutachten« zu lassen, denn für dessen Verständnis hätte
die fragende Person möglicherweise andere Karten gezogen, die
dennoch zur gleichen Aussage geführt hätten.
Welche Qualitätsunterschiede gibt es bei Kartendeutungen?
Die Qualität der Deutung hängt natürlich vom Horizont des
Deuters ab. Wer mit einem beschränkten Weltbild lebt, wird die
Karten auch nur in der Enge seiner Vorstellungen übersetzen
können. Andererseits hängt das Verständnis des Fragenden immer
von dessen Reifegrad ab. Will er nur wissen, ob und wann er
endlich Glück hat, ob etwas gut geht oder wann etwas
Unangenehmes endlich vorbei ist, ohne sich dabei für die
tieferen Hintergründe zu interessieren, ist er vielleicht gerade
von einer wirklich seriösen und kompetenten Beratung
enttäuscht, weil er dort keine vereinfachenden Antworten findet.
Woher weiß man, welche der vielen Bedeutungen einer Karte im
Einzelfall richtig ist?
Aus der Intuition. Wundern Sie sich nicht, wenn Sie - als Deuter
- plötzlich bei einer Karte einen bislang vernachlässigten
Aspekt betonen oder eine ganz neue Seite entdecken. Seien Sie
eher skeptisch, wenn Sie schon formelhaft stets die selbe Deutung
dahersagen. Wenn Sie allerdings einmal wortlos und hilflos
feststecken, können Ihnen auch die Karten selbst weiterhelfen:
Fragen Sie nach der speziellen Bedeutung einer Karte, indem Sie
dazu die Legemethode »Das Kreuz« legen.
Wenn man die Karten zum gleichen Thema mehrmals nacheinander
legt, kommen dann immer die gleichen Karten?
Wahrscheinlich nicht. Ob die weiteren Legungen dennoch
aussagekräftig sind, hängt davon ab, aus welchem Grund erneut
gelegt wurde. Falls jemand dadurch nur den vermeintlichen Unsinn
des Kartenlegens nachweisen möchte, sind diese zusätzlichen
Legungen bedeutungslos (siehe dazu den Artikel »Zufall und
Zufallsorakel«. Gleiches gilt für den Fall, dass der Fragende
mit der ersten Legung unzufrieden ist und deshalb gleich noch
einmal Karten zieht. Geht es aber darum nach einer erfolgten
Deutung eine oder mehrere Anschlussfragen zu klären, zeigt sich
immer wieder, dass die weiteren Legungen konsequent auf den
vorhergehenden aufbauen, ohne dass sich die Karten in
»Widersprüche verstricken«.
Für welchen Zeitraum sind die Karten gültig? Für welche
Zeiträume kann man die Karten befragen?
Das hängt ganz vom Zeitfaktor ab, der mit der Fragestellung
verbunden ist. In aller Regel geben die Karten einen Ausblick
für einen Zeitraum von drei bis sechs Monaten. Wird aber zum
Beispiel nach einem Wohnungswechsel oder einem Berufsweg gefragt,
beleuchten die Karten einen weitaus längeren Zeitraum,
wohingegen sie sich bei der Frage nach einem vierzehntägigen
Urlaub eben auf diesen Zeitraum beschränken.
Darüber hinaus haben einige Karten einen Zeitaspekt:
Zeitverkürzend ist die Acht Stäbe und manchmal auch Der Wagen
(VII). Geduld verlangen dagegen die Sieben Münzen, vor allem
aber die Vier Schwerter und Der Gehängte (XII), die zum Teil
sogar auf erhebliche Verzögerungen in der Entwicklung der
Frageangelegenheit hinweisen.
Wie oft darf man die Karten befragen?
Die Grundregel lautet: »Weniger ist mehr.« Wer zu wichtigen
Fragen nur selten die Karten legt, wird ihre Aussage weit mehr
beherzigen, als jemand der sich dazu täglich mehrfach die Karten
legt. Nicht, dass häufig gelegte Karten nicht stimmen könnten.
Sie gleichen dann nur einem Vergrößerungsglas bei dem man den
Blick für das Ganze verliert. Wer sich täglich das Keltische
Kreuz legt, wird wohl kaum alle 10 Karten dem Tagesgeschehen
zuordnen können. Wer es dagegen nur alle sechs Monate legt, wird
darin eine gute Orientierung finden.
Grundsätzlich sollte man die Karten erst dann neu befragen, wenn
die Tendenzen der vorhergehenden Legung eingetreten sind, oder
sich in der Einstellung des Fragenden oder im Frageumfeld eine
grundlegende Änderung ergeben hat.
Für häufiges Fragen eignen sich natürlich Legemethoden, die
eine kurzfristige Antwort geben, wie etwa die Pro und Contra
Legung, die Sie auf dieser Website machen können, oder Der
nächste Schritt, der ausgiebig im Buch Tarot als Wegbegleiter
beschrieben wird.
Wie zuverlässig ist das Kartenorakel?
Die Karten antworten so, wie sie gefragt werden. Auf eine ernste
Frage gibt es eine ernste Antwort, auf eine ganz allgemeine Frage
eine ganz allgemeine Antwort, auf eine dumme Frage eine dumme
Antwort. Und war die Frage "nur so" gestellt, dann ist
auch die Antwort "nur so"!
Bei einer ernst gestellten Frage wie der Ratschlag der Karten so
zuverlässig wie der eines alten weisen Menschen. Deshalb sollte
man die Aussage der Karten ernst nehmen und ihre Empfehlungen
beherzigen. Da aber eine absolute Wahrheit in dieser Welt nicht
zu finden ist, liegt sie natürlich auch nicht im Tarot.
Die Karten wie auch andere Orakel weisen auf Erfahrungen hin, die
wir machen werden. In dieser Hinsicht ist ihre Aussage sehr
verlässlich. Aber wie ein Mensch auf diese Erfahrungen reagiert,
und welche Ereignisse sich für ihn daraus ergeben, lässt sich
nicht mit Bestimmtheit vorhersagen. Das gilt insbesondere für
Menschen, die sehr bewusst leben und bei schwierigen
Herausforderungen nicht auf eine bequeme Scheinlösung
ausweichen. Sie gestalten ihre menschliche Entfaltungsfreiheit in
einem so großen Rahmen, dass bei ihnen die »Trefferquote« von
Prognosen weit niedriger liegt, als bei einem Menschen, der
weitgehend unbewusst lebt, sich seinem Schicksal überlässt,
stets den Weg des geringsten Widerstands geht und damit viel
vorhersehbarer reagiert.
In jedem Fall sollte man davon ausgehen, dass keine Legung
bindend ist, sondern eine Tendenz anzeigt, die eintrifft, wenn
der Fragende so weitermacht wie bisher. Schlägt jemand aber
allein schon auf Grund der Perspektiven, die Tarot ihm zeigt,
einen anderen Weg ein, ist natürlich die Tendenz, die ihm die
Karten vorausgesagt haben, hinfällig geworden.
Gibt es eine Aussagegrenze und damit Dinge, die ein Kartendeuter
nicht voraussagen kann oder sollte?
Ja. Ein Mensch der Karten deutet ist im Gegensatz zu
landläufigen Vorstellungen kein Wahrsager, sondern vielmehr ein
Übersetzer, der die Sprache der Bilder versteht und sie dem
Fragenden übersetzt. Darin gleicht er einem Traumdeuter. Die
Bedeutung der Aussage liegt darin, ein tieferes Verständnis für
die größeren Zusammenhänge einer gegenwärtigen oder
zukünftigen Entwicklung zu vermitteln. Dabei liegt die
Aussagegrenze in der bildhaften Beschreibung der damit
verbundenen Erfahrung. Wertlos bis fragwürdig sind Prognosen,
die darüber hinausgehen und den Fragenden auf ein scheinbar
unentrinnbares Ereignis festlegen.
Wie kann man mit unheilvollen Prognosen umgehen?
Immer wieder kommen Menschen hilfesuchend in eine Beratung, die
von Wahrsagern, die sich nicht an Aussagegrenzen halten,
scheinbar unvermeidliches Unglück prophezeit bekamen (Tod naher
Angehöriger, wirtschaftlicher Ruin mit anschließendem
Selbstmord usw.). Ein Gespräch darüber, dass solche Aussagen
willkürlich und unhaltbar seien, hat dann wenig Wirkung. Erst
wenn der Fragende versteht, dass er diese Prophezeiung
»brauchte«, etwa um seinen Partner wieder mit neuen Augen zu
sehen, löst sich der seelische Druck. (Nur darum geht es, die
prophezeiten Apokalypsen treten ohnehin nicht ein.) Damit soll
nicht gerechtfertigt werden, dass verantwortungslose Wahrsager
haltlose, schrecklich und zudem völlig wertlose Aussagen machen.
Dennoch ist wichtig zu verstehen, dass die fragende Person hier
wie auch bei jeder anderen Beratung oder Therapie Aussagen
bekommt und Erfahrungen macht, die sie wahrscheinlich in der
jeweiligen Situation »braucht«.
Kann man von den Tarotkarten abhängig werden?
Sicherlich gibt es Menschen, die keinen Schritt mehr tun, ohne
zuvor die Karten um Erlaubnis zu fragen. Aber vermutlich sind sie
nicht erst durch Tarot abhängig geworden, sondern haben eine
Suchtstruktur, die sich genauso gut an irgend etwas anderem
hätte festmachen können. Erfreulicherweise gehört die
Tarotsucht zu den wenigen Süchten, die sich selbst kurieren.
Während andere Süchte stets nach mehr rufen und dabei immer
weiter zunehmen, lässt diese Sucht mit der Zeit nach, denn je
ausufernder Karten gelegt werden, um so mehr verwässert ihre
Aussagekraft bis hin zur Bedeutungslosigkeit.
Wird der Mensch durch Karten oder andere Orakel nicht manipuliert
oder macht er eine schlechte Erfahrung vielleicht nur deshalb,
weil sie ihm vorausgesagt wurde?
Natürlich lässt sich so etwas nicht mit Bestimmtheit
ausschließen, weshalb es wichtig ist, sich vor dem Kartenlegen
zu fragen, ob man wirklich bereit ist, jede Antwort zu hören.
Wer sich von anderen beraten lässt, sollte sich nur an Menschen
wenden, die er als sympathisch und vertrauenswürdig erlebt und
einer düsteren, bedrohlichen Beratung, die nichts erhellt, aus
dem Weg gehen.
Worin liegt die Bedeutung des Orakels?
In der Selbsterkenntnis und nicht in der Prognose von profanen
Alltagsereignissen. Was Tarot (ebenso Astrologie und I Ging) so
wertvoll macht, ist das tiefe Verständnis für unsere
Lebensaufgaben und unsere Wesensnatur, zu dem uns jedes dieser
Orakel führen will und kann.
Wie verhält sich Tarot zu Astrologie oder dem I Ging?
Während die Stärke des Tarot darin liegt, Entwicklungen im
Nahbereich deutlich zu machen, ist Astrologie ein exzellenter
Schlüssel zur Wesensnatur des Menschen, seiner Lebensaufgabe und
seinen großen Erfahrungszyklen. Das I Ging vermag vor allem
demjenigen wertvolle Anstöße zu geben, der zu einer tiefen
Bedeutungsebene einer Erfahrung vordringen will.
Jedes dieser Orakel spricht seine eigene Sprache, wobei
abendländische Traditionen wie Tarot und Astrologie näher
miteinander verwandt sind. Sie verhalten sich zueinander wie etwa
Deutsch und Englisch: Sie lassen sich gut übersetzen. Dennoch
gibt es in beiden Sprachen auch Ausdrücke, die sich in der
anderen nur umschreiben lassen. Die Entfernung zum I Ging ist
dagegen in der Tat so groß wie der Unterschied zwischen Deutsch
und Chinesisch. Es bedarf eines tiefen Einfühlungsvermögens in
die andere Kultur, um deren Sprache zu verstehen.
Kann man Karten für nicht anwesende Personen legen?
Ja, man kann, sofern man das Einverständnis dieser Person hat
und/oder ein berechtigtes Interesse. Letzteres liegt zum Beispiel
vor, wenn man mit einem Menschen in Beziehung steht und sich die
Karten legt, um etwas über den Stand der Beziehung zu erfragen.
Versucht aber jemand aus Neugier oder Sensationslust ohne
Einverständnis eines anderen in dessen Privatsphäre zu
schnüffeln, ist die Aussage der Karten in aller Regel wertlos.
In manchen Fällen werfen sie allerdings Licht auf die Motivation
des Fragenden.
Wie kommt es, dass die Karten manchmal meine Wünsche spiegeln
und nicht die tatsächliche Entwicklung anzeigen?
Karten antworten so wie sie befragt werden. Nur auf eine offene
Frage gibt es eine offene Antwort. Eine von Wünschen
durchtränkte Frage kann deshalb zu einer Antwort führen, in der
sich nur die Wünsche, nicht aber die zukünftige Entwicklung
zeigt.
Ich habe mir die Karten legen lassen. Ein Teil der Prognosen traf
präzise ein, ein weiterer Teil überhaupt nicht. Wie kann das
sein?
Die Zukunft ist nicht etwas Vorgefertigtes, das wir nur
"ableben" müssen, sondern hängt wesentlich davon ab,
wie wir sie gestalten. Insofern sind Ereignisprognosen immer
spekulativ. Tarot, Astrologie und andere Orakel können sehr wohl
Tendenzen zeigen und Verständnis für die jeweilige Situation
und die Aussichten schaffen, die Vorhersage eines Ereignisses ist
aber immer eine Überschreitung der Aussagegrenze, weil sie
1. eine symbolische und damit von Natur aus mehrdeutige
Konstellation auf eine eindeutige Aussage reduziert (deshalb
spekulativ) und
2. ausser acht lässt, wie der Mensch sich angesichts der
Erfahrung verhalten wird.
Ein ganz banales Beispiel macht das deutlich. Wenn jemand fragt,
ob er eine Prüfung bestehen wird, dann können seine Karten noch
so gut sein. Wenn er nicht zur Prüfung geht, wird er sie nicht
bestehen.
Über Jahre waren mir die Karten eine wichtige Hilfe und ein
zuverlässiger Begleiter, der mir stets einen Weg gezeigt hat.
Aber seit einiger Zeit verstehe ich die Antworten nicht mehr, sie
ergeben einfach keinen Sinn. Wie ist das zu erklären, was mache
ich falsch?
Ich kenne für dieses Phänomen zwei mögliche Gründe:
1. Es stellt sich ein, wenn man einfach zu oft die Karten legt.
2. Es kommt wie eine korrigierende Funktion, wenn man zuviel
Verantwortung von sich auf die Karten abschiebt. Bedenken Sie
stets den Grundsatz, dass Tarot zwar ein guter Diener aber ein
schlechter Herr ist. Sich den Rat der Karten zu holen um ihn zu
prüfen und eigentverantwortlich umzusetzen ist klug. Sich der
Antwort der Karten zu unterwerfen und nur noch das zu tun, was
Tarot "erlaubt" oder gar "befiehlt" ist ganz
gewiss falsch.
Kann man Kartendeuten erlernen?
Ja, man kann. Tarot ist eine Bildersprache, die sich ebenso
erlernen lässt, wie etwa die Sprache der Träume. Und ähnlich
wie beim Erlernen einer Fremdsprache gibt es dabei verblüffende
Anfangserfolge, aber auch heftige Krisen bevor man die Sprache
fließend sprechen kann. Wer die Krisen unterschätzt, wird
schnell entmutigt und sieht die Schuld entweder bei sich
("Nicht begabt") oder beim Tarot ("Die Karten
lügen wie gedruckt"). Wer aber gerade in diesen Krisen
beharrlich bleibt, dem erschließt sich die Symbolsprache in
ihrer faszinierenden Tiefe.
Wie kann man Kartendeuten erlernen?
Manche sagen, indem man einfach anfängt, sich die Karten
anschaut und abwartet, was einem zu den Bildern einfällt. Das
wird dann oft die intuitive Methode genannt. In der Zeit vor
Verbreitung der Schrift, als Menschen noch Bilder lasen, war das
sicherlich ein guter Ratschlag. Nachdem wir aber perfekt
Buchstaben lesen und darüber das Lesen von Bildern verlernt
haben, sind die meisten Menschen damit überfordert. Oft führt
diese Methode dazu, dass man das, was man sich wünscht, in die
Karten hineinlegt, und es dann natürlich als Tarot-Antwort auch
wieder aus ihnen herausliest.
So wie man beim Erlernen einer Sprache gut beraten ist, zunächst
einfache Sätze zu lernen, ist es auch ratsam, beim Tarot Schritt
für Schritt mit der Bedeutung der Karten vertraut zu werden; und
zwar in der Art, wie sie gemeint sind. Das heißt, man sollte
zunächst die Deutung ihrer Illustrationen und ihrer Symbolik in
der überlieferten Form studieren. Wenn man dann später zu einem
eigenen, vielleicht tieferen oder erweiterten Verständnis von
Karten kommt, und zu einer eigenen Art damit umzugehen, ist das
nur natürlich.
Zum Lernen gibt es verschiedene Möglichkeiten, die sich zum Teil
gut ergänzen:
1. Man kann methodisch vorgehen, und die Aussage jeder einzelnen
Karte systematisch erlernen. Das ist den meisten zu langweilig,
so dass es nur die wenigsten tun.
2. Man kann sich zunächst beschränken und sich mit der
überschaubaren Menge der 22 Trumpfkarten (Großen Arkana)
befassen, mit denen man erste Legungen machen kann, z.B. die
Legemethode "Das Kreuz".
3. Man kann durch täglich Übung mit den Karten vertraut werden,
in dem man sich jeden Tag eine Tageskarte zieht, und deren
Bedeutung dann im Alltag erkennt. Siehe Artikel
4. Und man kann es über die Praxis lernen, indem man
Legemethoden wählt, zu denen es Bücher gibt, die die Bedeutung
einer jeden Karte auf jedem Platz der Legung deutet, z.B. Das
Arbeitsbuch zum Tarot oder das Buch Tarot als Wegbegleiter.
Darüber hinaus ist es empfehlenswert, sich die gelegten Karten
zu notieren, um zu einem späteren Zeitpunkt rückblickend ihre
Aussage nochmals zu betrachten. Gerade dabei wird die symbolhafte
Sprache oft verblüffend klar.
Bedarf es einer Einweihung, um Tarot wirklich zu erlernen?
Nein. Tarot ist selbst ein Einweihungsweg, wenn man die Karten
richtig versteht. Dabei geht es allerdings nicht mehr um das
Kartenlegen, sondern um das Studium der tiefen Symbolik der 22
Großen Arkana, um ihren Aufbau und die Querverbindungen. Nur in
diesem Teil der Karten überliefert Tarot ein altes Wissen vom
Lebensweg des Menschen, des letzter und tiefsinnigster Abschnitt
der Initiationsprozess, der Weg der Einweihung, ist. Siehe dazu
Tarot und die Reise des Helden
Wie deutet man umgekehrte Karten?
Karten die umgekehrt, also auf dem Kopf stehend erscheinen,
werden oft anders verstanden als die "normalen". Es
gibt drei Möglichkeiten, sie zu deuten:
1. Man lässt die Tatsache unberücksichtigt und dreht die Karte
einfach richtig herum.
2. Man bewertet eine umgekehrte Karte wie eine richtig liegende
mit dem Unterschied, dass der Zugang zu dieser Thematik erschwert
ist, dass mit dieser Angelegenheit etwas "klemmt".
3. Man folgt dem traditionellen Weg, der umgekehrte Karten
überwiegend negativ betrachtet.
Da Tarot keine festen "Spielregeln" hat, liegt es am
Deutenden, sich für einen dieser Wege zu entscheiden. Die Karten
antworten dann in der entsprechenden Art. Ich selbst empfehle,
zwischen den ersten beiden Möglichkeiten zu wählen und solange
auszuprobieren bis man sich für einen Weg entscheidet.
Wer die Karten umgekehrt deutet, sollte sie unbedingt mit der
flachen Hand auf dem Tisch oder dem Boden mischen, damit sie auch
eine echte Chance haben, sich umzudrehen.
Welche Fragen sollte man stellen?
Schon im alten Griechenland sagte man: »Stelle dem Orakel nur
die Fragen, auf die du jede Antwort zu hören bereit bist!«
Was kann man nicht aus den Karten erfahren?
Karten können eine Thematik nur bildhaft darstellen, aber weder
Namen noch Orte benennen, ebenso wenig wie Telefonnummern, Datum,
Uhrzeit und ähnliches. Man kann mit ihnen auch keine
medizinische Diagnosen stellen. Vor allem aber können sie nicht
mit »Ja« oder »Nein« antworten. Wer einen solchen Ratschlag
sucht, sollte es besser mit dem Werfen einer Münze probieren.
Dennoch können Karten bei Entscheidungen helfen, indem sie die
Konsequenzen aufzeigen, ohne dabei der fragenden Person die
Entscheidung abzunehmen.
Wie sollte die Frage gestellt werden?
So offen und vorbehaltlos wie möglich. Tarot antwortet so, wie
die Frage gestellt ist. Und nur auf eine offene, ernsthaft
gestellte Frage gibt es eine offene und ernst zu nehmende
Antwort. Wer versucht, durch eine raffiniert gestellte Frage eine
günstige Antwort zu bekommen, mag sie vielleicht auch erhalten.
Stimmen aber tut sie ebenso wenig wie die Antworten auf Fragen
bei denen der Frager vom Wunschdenken beherrscht oder aus anderen
Gründen nur eine ganz bestimmte Antwort hören will.
Warum werden die Karten mit der linken Hand gezogen?
Weil sie bildlich gesprochen vom Herzen kommt und die linke
Körperhälfte seit alter Zeit als die intuitive Seite gilt. Ein
Wissen, das von der neueren Gehirnforschung bestätigt wurde.
Auch Linkshänder sollten ihre Karten mit der linken Hand ziehen.
Muss man sich auf die Frage konzentrieren, während man die
Karten mischt, abhebt, zieht oder auslegt?
Nein, auf keinen Fall. Lassen Sie sich von der Überlegung
leiten, dass Ihr Unbewusstes ohnehin schon weiß, was Sie fragen
wollen. Nur Ihr Bewusstes muss noch erfahren, wie die Frage
lautet. Insofern ist die Fragestellung nichts anderes als eine
Bewusstwerdung und sollte genauso gesehen werden. Machen Sie sich
also klar, was Sie wissen möchten. Während Sie mischen, ziehen
oder auslegen, können Sie die Frage dann fast wieder vergessen
(deshalb sollten Sie diese vielleicht doch besser aufschreiben,
um sie bei der Deutung wieder vor Augen zu haben).
Was muss man beim Mischen der Karten beachten?
Das kommt darauf an, wie Sie weiter vorgehen. Wenn Sie jede Karte
einzeln aus einem verdeckt und fächerartig ausgebreiteten
Tarotdeck ziehen, dann ist das Mischen unbedeutend und Sie
müssen nichts weiter beachten. Legen Sie dagegen einfach die
Karten aus, die zuoberst auf dem gemischten Stoß liegen, dann
sollten Sie in der Tat die Mischrituale einhalten, die in vielen
Büchern beschreiben werden, damit Sie die »richtigen« Karten
dorthin mischen.
Wer auch »umgekehrte« Karten deutet, sollte die Karten stets
mit beiden Händen großflächig auf dem Tisch zu mischen, damit
diese überhaupt die Chance bekommen, sich in die eine oder
andere Richtung zu drehen.
Wonach kann man die Karten befragen?
1. Nach dem gegenwärtigen Stand einer Angelegenheit oder
Entwicklung.
2. Nach zukünftigen Tendenzen und Perspektiven.
3. Nach einem Ratschlag, wie man ein Problem löst oder ein Ziel
erreicht.
4. Nach Ursachen und Hintergründen einer Entwicklung.
5. Welches die beste Entscheidung oder die klügste
Vorgehensweise ist.
6. Zur Selbsterkenntnis und Selbsterfahrung.
(Quelle Hajo Banzhaf)
So, und nun
kommen hier mal die Worterklärungen, die ihr für die Karten
benötigt.
| Arkana |
Abgeleitet vom Plural des
latainischen Wortes arcanum = "Geheimnis".
Bezeichnung aller Tarotkarten, die man in die Großen und
die kleinen Arkana unterteilt. |
| Ass |
Die erste Karte einer jeden
Farbserie, die der Zahl 1 entspricht. |
| Deck |
Ein komplettes Tarotset mit 78
Karten. |
| Farbserien |
Die vier Sätze der Kleinen
Arkana, die aus jeweils vierzehn Karten mit gleichen
Symbolen (Stäbe, Kelche, Schwerter oder Münzen)
bestehen. |
| Große Arkana |
Die 22 Karten - auch Trümpfe
genannt, - die Einzelmotive zeigen, einen Namen tragen
wie (DER NAAR; DER MAGIER; DIE HOHEPRIESTERIN usw.) und
von 0 bis XXI nummeriert sind. |
| Hofkarten |
Bube, Ritter, Königing und
König. Nach dem Hof des Königs benannte Karten der
kleinen Arkana. |
| Kleche |
Das dem Wasserelement
entsprechende Tarotsymbol |
| Kleine Arkana |
Die 56 Karten, die aus vier
Farbsätzen (Stäbe, Kelche, Schwerter und Münzen) zu je
14 Karten bestehen. |
| Münze |
Das dem Erdelement
entsprechende Tarotsymbol. |
| Quintessenz |
Der abschließende Ratschlag
bei einer Legung, der sich aus der Addition aller
augedeckten Karten ergibt, und dessen Quersumme (die
Summe aus 365 ist 3+6+5=14 , daraus dann die erneute
Quersumme ist 1+4= 5. 5 wäre die Zahl der Quintesssenz. |
| Sätze |
Siehe Farbserien |
| Schwerter |
Das dem Element Luft
zugesprochene Symbol im Tarot |
| Signifikatior |
Die Karte, die zum Beispiel
beim Beziehungspiel oder beim Entscheidungsspiel, in der
Mitte liegt und den gegenwärtigen Stand der Beziehung
oder das Fragethema darstellt. Von manchen Deutern zu
Beginn einer Legung als Symbol für den Fragenden
ausgewählte Karte, die neben die Karten oder unter die
erste Karte gelget wird. |
| Stab |
Das dem Element Feuer
zugeordnete Symbol im Tarot |
| Trumpfkarten |
Siehe Große Arkana |
| Umgekehrte Karten |
Karten, die beim Auslegen auf
dem Kopf nachunten aufgedeckt werden. Sie werden von
einigen Deutern als anders als die richtige Karten
bewertet. (ich persönlich mache das nie, aber das muss
auch jeder für sich vereinbaren.) |
| Zahlenkarten |
Die zehn Karten jeder
Farbserie, die von eins bis zehn durchnummeriert sind,
wobei das Ass der Eins entspricht. |
Das
Tarot Deck von Alester Crowley, dies habe ich mir vor einiger
Zeit neu zugelegt und bin mehr als begeistert. Insgesammt ist
dies nun schon mein 4 Deck, (Lenormand-Wait Raider-Avalon Deck)
Es ist weitmehr aussagekräftig als das Raider-Wait-Tarot, aber
um dies deuten zu können, sollte man als Anfänger sehr viel
Geduld besitzen, oder meiner Empfehlung nach erst mit dem
Raider-Wait-Tarot beginnen. Aber zu den einzelnen Unterschiede
komme ich drauf zurück wenn alle beiden Decks hier wiedergegeben
wurden, so kann man bessere Vergleiche ziehen.
Legemethoden nach Hajo Banzhaf!
Das kleine Kreuz:
Gelegt werden 4 Karten. In gewissem Sinne das
"universalste" der Legesysteme, weil es äußerst
vielseitig anwendbar ist. Der große Vorteil des Systems ist,
dass man hier mit wenig Karten zu einer klaren und auf den Punkt
konzentierten Aussage gelangen kann.
Das kleine Kreuz gibt Auskunft über Fragen, die nach
Handlungsvorschlägen suchen; mit seiner Hilfe kann man auch
Situationen klären und "den roten Faden" wiederfinden.
Position 1:
Der Signifikator. Darum geht es, das ist Thema.
Position 2:
Das ist jetzt nicht wichtig, das sollte nicht getan werden.
Position 3:
Das ist jetzt wichtig, das sollte getan werden.
Position 4:
Dahin führt es als nächstes, dafür ist es gut.

Wichtig bei diesem Legesystem ist es, den
Unterschied zwischen den Karten auf Position 2 und 3
herauszuarbeiten, besonders, wenn sich diese Karten sehr ähnlich
sind. Hier nämlich liegt der Schwerpunkt der Aussage.
Variante:
Dieses Legesystem kann auch dazu benutzt werden, um genauer nach
der Bedeutung einer Karte zu fragen. Die Positionen lauten dann
wie folgt:
Position 1: Dieser Themenbereich wird durch die Karte
angesprochen
Position 2: Das bedeutet die Karte nicht
Position 3: Das bedeutet die Karte
Position 4: Dafür ist es gut
Das
Entscheidungsspiel
Gelegt werden 7 Karten. Dieses System hilft dabei, Entscheidungen
zwischen zwei Alternativen zu treffen. Das gilt sowohl für
Fragen danach, was eintritt, wenn ich A tue (=Alternative 1) bzw.
nicht tue (=Alternative 2), als auch für Fragen nach zwei ganz
verschiedenen Anliegen A und B (z.B. den Lover in Köln besuchen
oder in München ein Tarotseminar belegen ...).
Position 7:
Der Signifikator. Stellt bildhaft den Fragehintergrund dar, oder
auch die Einstellung der/des Fragenden zur Entscheidung.
Positionen 3, 1, 5:
Die Karten auf diesen Positionen zeigen, was geschieht, oder mit
welchen Gefühlen und Begegnungen man konfrontiert ist, wenn man
A tut. Sie können chronologisch interpretiert werden, müssen
aber nicht.
Positionen 4, 2, 6:
Die Karten auf diesen Positionen zeigen, was geschieht, oder mit
welchen Gefühlen und Begegnungen man konfrontiert ist, wenn man
B tut (oder A nicht tut). Sie können chronologisch interpretiert
werden, müssen aber nicht.

Das Liebesorakel
Gelegt werden 4 Karten. Dieses System ist bestens geeignet, wenn
ich jemanden kennengelernt habe und wissen möchte, wie es denn
so aussieht zwischen mir und ihm/ihr, und vor allem: wie er/sie
zu mir steht.
Position 1:
Der Signifikator. Darum geht es. Thema der Beziehung oder
Einstellung der/des Fragenden.
Position 2:
Was den Fragenden / die Fragende innerlich bewegt. Hoffnungen,
Ängste, Wünsche, Sehnsüchte.
Position 3:
Wie die andere Person zum Frager / zur Fragerin steht bzw. wie er
sie sieht. Zeigt auch die Einschätzung der Beziehung durch die
andere Person, deren Erwartungen oder Gefühle.
Position 4:
Vorschlag zu einer bestimmten Einstellung oder Verhaltensweise.
(Systembeschreibung angelehnt an Hajo Banzhaf)

Das Beziehungsspiel
Gelegt werden 7 Karten. Dieses Legesystem gibt Auskunft über die
Art, wie zwei Menschen zueinander stehen. Aufgezeigt werden
Aspekte der bewussten Einschätzung, des seelischen Bereichs und
des Verhaltens der beiden beteiligten Personen. Es kann sich
dabei um eine Liebesbeziehung, aber auch um familiäre oder
berufliche Beziehungen handeln - unabhängig davon, ob diese
schon länger bestehen oder noch jung sind.
Position 1:
Der Signifikator. Steht für das Thema, das die Beziehung regiert
bzw. für die Situation, in der sich die Beziehung befindet.
Die linke Säule (7,6,5) steht für den/die Frager(in), die
rechte Säule (2,3,4) für den/die Partner(in)
Positionen 7 und 2:
Zeigen die bewusste Ebene, auf der man sich in der Beziehung
begegnet. Die Karten spiegeln auf diesen Plätzen die bewußte
Einschätzung der Beziehung und die gedankliche Beschäftigung
eines jeden Partners wider.
Positionen 6 und 3:
Stehen für den seelischen Bereich in der Beziehung: sie
spiegeln, wie jeder über die bewusste Einschätzung hinaus in
diese Beziehung eingebunden ist und was sich durch die Beziehung
für den einzelnen emotional thematisieren kann.
Positionen 5 und 4:
Stehen für das nach außen gezeigte Verhalten der Partner: ihr
Auftreten und Erscheinen dem anderen gegenüber unabhängig von
bewusster Einschätzung und seelischer Bedeutsamkeit.
Besonderheit: Fallen auf die bewusste Ebene (7+2) oder auf die
seelische Ebene (6+3) Könige oder Königinnen, können diese als
andere Männer und Frauen interpretiert werden (müssen aber
nicht). Dabei kann die gegengeschlechtliche Hofkarte in einer der
beiden Säulen als Hinweis darauf aufgefasst werden, dass die
betreffende Person mit einem anderen Menschen im entsprechenden
Bereich zu tun hat. Die eigengeschlechtliche Hofkarte kann evtl.
die Sorge andeuten, dass der Partner sich für eine dritte Person
mit ebendiesen Charaktermerkmalen interessieren könne.
Fällt eine Königin oder ein König auf die Position des
Signifikators, kann dies andeuten, dass eine dritte Person in die
Beziehung getreten ist bzw. in sie verwickelt ist. Die Hofkarte
kann hier aber auch ganz regulär über die elementtyischen
Adjektive interpretiert werden und damit die Beziehung in ihrem
Zustand beschreiben.
Im Allgemeinen aber gilt: bevor man anfängt logisch
auszurechnen, was denn nun dieser König auf jenem Platz für den
Partner bedeuten könnte, interpretiere man lieber so, wie es
einem zu allererst in den Kopf kommt. "Regel Nr.1" ist:
Regeln nicht zu ernst zu nehmen. Tarot ist ein Spiel, das von
Intuition lebt. Und es ist ein Charakteristikum der Intuition,
dass sie sich eben nicht an logische und verstandesbetonte
Ordnungen hält!

Die Lemniskate
Gelegt werden 8 Karten. Auch hier kann man sich Klarheit über
die Beziehung zu einem anderen Menschen verschaffen. Im
Unterschied zum Beziehungsspiel und zum Liebesorakel gibt die
Lemniskate jedoch in erster Linie Auskunft darüber, aus welchen
Gründen zwei Menschen miteinander harmonieren oder nicht
harmonieren, bzw. wo die Konfliktherde sind.
Dieses Legesystem folgt dem Verlauf der Lemniskate, der
Unendlichkeitsschleife, wie sie etwa über den Köpfen des
Magiers und der Frau auf der Karte "Kraft" zu finden
ist. Die erste Schleife mit den Positionen 1, 2, 3 und 8 wird
der/dem Fragenden zugeordnet, die zweite Schleife mit den
Positionen 4, 5, 6 und 7 der anderen Person.
Positionen 1 und 5:
Was die Fragerin / den Frager von der anderen Person trennt und
umgekehrt. Auch: was beide voreinander verstecken.
Positionen 2 und 6:
Die bewussten Motive oder Einschätzungen der Fragerin / des
Fragers und der anderen Person.
Positionen 8 und 4:
Die unbewussten Motive und unerkannten Muster im Verhalten der
Fragerin / des Fragers und der anderen Person.
Positionen 3 und 7:
Hier manifestieren sich entweder verbindende Komponenten zwischen
beiden Beteiligten oder aber ein Konflikt.
In diesem System ist es besonders wichtig, die Aussagen der
einzelnen Karten in dynamischen Bezug zueinander zu bringen und
zu einer Gesamtschau zu gelangen. Dies ist hier wichtiger, als
Karte für Karte vorzugehen und detailgenaue Aussagen getrennt
voneinander aufzustellen.

Das keltische Kreuz
Gelegt werden 10 Karten. Wohl das bekannteste System. Es eignet
sich für Fragen nach Trendverläufen und zeigt die Angelegenheit
dabei in einem größeren Zusammenhang.
Positionen 1 und 2:
Zeigen die Ausgangssituation (1) und den hinzutretenden Impuls,
der hemmend oder fördernd sein kann (2).
Die Karten auf den nächsten drei Positionen (3,4,5) geben
Hintergrundinformationen:
Position 3:
Bewusste Ebene. Hier zeigt die Karte das, was der Fragende im
Umgang mit dem Thema anstrebt oder was er erkennt.
Position 4:
Bereich des Unbewussten. Die Karte auf dieser Position zeigt den
tieferen Grund, mit dem die Angelegenheit verwachsen ist. Dieser
Einfluss ist meist stark und nur schwer erschütterlich.
Position 5:
Gibt die jüngste Vergangenheit wider und weist damit häufig auf
die Ursache(n) der jetzigen Situation hin.
Position 6:
Gibt einen Ausblick auf die nähere Zukunft bzw. auf naheliegende
zukünftige Einflüsse.
Position 7:
Spiegelt die Einstellung der/des Fragenden zur Angelegenheit bzw.
seine Verfassung bezüglich der Angelegenheit wider.
Position 8:
Hier zeigt sich das Umfeld: Karten auf dieser Position meinen
entweder den Ort des Ereignisses / der Angelegenheit oder den
Einfluß anderer Personen auf das Thema bzw. deren Einschätzung
zum Thema.
Position 9:
Hoffnungen oder Ängste der/des Fragenden. Hier zeigt sich, was
erwartet oder befürchtet wird.
Position 10:
Gibt einen langfristigen Ausblick in die Zukunft zeigt und
eventuell auch den Höhepunkt, zu dem das Anliegen führt.

Der Weg
Gelegt werden 7 Karten. Der Weg eignet sich bei Fragen nach dem
Umgang mit einer Angelegenheit bzw. bei Fragen nach der
geeigneten Einstellung zu einem Thema/Problem oder einer
Unternehmung. Er gibt in Gegenüberstellung mit dem bisherigen
Umgang bezüglich der Angelegenheit Vorschläge, wie man weiter
vorgehen kann. Dabei werden die rationale, die emotionale und die
Verhaltensebene beleuchtet.
Position 1:
Die Karte auf Position 1 zeigt, worum es geht, oder worin das
Ziel der Angelegenheit / des Problems liegt
Die linke Säule steht für das bisherige Denken, Fühlen und
Verhalten, die rechte Säule steht als Vorschlag für
zukünftiges Verhalten bzw. für Aspekte, denen man zukünftig
seine rationale und emotionale Aufmerksamkeit widmen sollte.
Positionen 2 und 7:
Die Karte auf Position 2 gibt Aufschluss über die bisherige
bewusste Einstellung des Fragenden zum Thema, zum Problem oder
zur Unternehmung. Sie zeigt das rational hervorgerufene
Verhalten, die Gedanken, Vorstellungen und Absichten, sowie die
Vernunftgründe und Vorstellungen des Fragenden.
Die Karte auf Position 7 hält einen Vorschlag für die
zukünftige rationale Vostellungs- und Vorgehensweise bereit,
oder zeigt auf, welche bewussten Veränderungen vorgenommen
werden müssen.
Positionen 3 und 6:
Die Karte auf Position 3 spiegelt die bisherige unbewusste
Einstellung des Fragenden oder seine emotionalen Beweggründe
wider: das können Wünsche, Sehnsüchte, Hoffen und Bangen oder
der allgemeine Gemütszustand sein. Die Karte auf Position 6 gibt
einen Vorschlag dafür, welchen Aspekten der Psyche oder welchen
Stimmungen man zukünftig seine Aufmerksamkeit widmen sollte, um
auf dem Weg voranzukommen.
Positionen 4 und 5:
Die bisherige äußere Haltung oder auch Fassade des
Fragestellers findet sich in der Karte auf Position 4, wohingegen
die Karte auf Position 5 einen Vorschlag für sein künftiges
Auftreten bereithält. Letztere sagt auch, was der Fragende
nunmehr zu erkennen geben soll.

Dieses System ist geeignet, wenn man sich
gezwungen sieht, sich zwischen zwei Partnern zu entscheiden. Oft
ist es so, dass Dreiecks-Situationen nicht lange aufrecht
gehalten werden können. Dieses System soll die Motive der beiden
Beziehungen beleuchten und dem Fragenden dabei helfen,
herauszufinden, inwieweit er die Situation möglicherweise anders
einschätzt als sie ist. Außerdem gibt das Legesystem zu beiden
Partnern einen Rat. Das erleichtert eine Entscheidung.
Das Partnerspiel
Die Karten auf den Positionen eins und zwei charakterisieren die
Beziehung zum ersten Partner
Position 1:
Was hält mich am ersten Partner (Ehemann/Ehefrau, bisherige(r)
Freund/Freundin)?
Position 2:
Motive des ersten Partners bzw. seine Einstellung zur Beziehung
Die Karten auf den Positionen drei und vier charakterisieren die
Beziehung zum zweiten Partner
Position 3:
Was hält mich am zweiten Partner (Liebhaber/in) oder was zieht
mich zu ihm/ihr?
Position 4:
Motive des zweiten Partners bzw. seine Einstellung zur Beziehung
Die Karten auf den Positionen fünf und sechs zeigen, wie die
Fragestellerin die Situation einschätzt bzw. erlebt, und wie sie
tatsächlich ist
Position 5:
Meine Einschätzung der Situation; Wünsche, Hoffnungen,
Befürchtungen
Position 6:
So sieht die Situation tatsächlich aus. Was ich erkennen muss.
Position 7:
Vorschlag zur Einstellung oder Verhaltensweise gegenüber dem
ersten Partner (oder: was die erste Beziehung braucht)
Position 8:
Vorschlag zur Einstellung oder Verhaltensweise gegenüber dem
zweiten Partner (oder: was die zweite Beziehung braucht)
Position 9:
Trendverlauf für die nähere Zukunft
Quelle: Scintilla

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09.03.2010